Wirtschaftsausschuss

In allen Unternehmen mit in der Regel mehr als 100 ständig beschäftigten Arbeitnehmern ist nach § 106 BetrVG ein Wirtschaftsausschuss zu bilden. Dieser Wirtschaftsausschuss besteht aus mindestens drei und höchstens sieben Mitgliedern, die dem Unternehmen angehören müssen, darunter mindestens einem Betriebsratsmitglied (§ 107 BetrVG). Zu Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses können auch die leitenden Angestellten bestimmt werden. Der Wirtschaftsausschuss wird vom Betriebsrat für die Dauer seiner Amtszeit ernannt.

Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung umfasst die staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen und zur Umsetzung wirtschaftspolitischer Ziele z.B. in der Forschungs- und Regionalpolitik. Sie zielt immer auf bestimmte Bereiche der Volkswirtschaft, was sie von anderen gesamtwirtschaftlich ausgerichteten Maßnahmen wie etwa der Konjunkturpolitik unterscheidet. Zur Begründung der selektiven Förderung bestimmter Wirtschaftsbereiche oder Unternehmen wird angeführt, dass der marktwirtschaftliche Prozess allein nicht das politisch erwünschte Resultat herbeiführe.

Wirtschaftskreislauf

Der Wirtschaftskreislauf ist eine gedankliche Konstruktion – ein Instrument, um die Güter- und Geldbewegungen in einer Volkswirtschaft besser zu erfassen, darzustellen und zu untersuchen. Formal gesprochen handelt es sich dabei um alle volkswirtschaftlichen Transaktionen, bei denen Güter und Forderungen mit Gegenleistung (Tausch) oder ohne Gegenleistung (Transfer, Schenkung) von einem Wirtschaftsteilnehmer (Betriebe, private Haushalte, Staat) auf einen anderen übergehen.

Wirtschaftswachstum

Unter Wirtschaftswachstum versteht man eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Produktion bzw. des gesamtwirtschaftlichen Einkommens. Wirtschaftswachstum wird in aller Regel in Form des Bruttoinlandsprodukts (BIP) dargestellt. Wirtschaftswachstum wird durch eine Ausweitung der Produktionskapazitäten erreicht, was sich in der gängigen Darstellung von Wirtschaftswachstum widerspiegelt.

Wirtschaftsweise / Sachverständigenrat

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Fünf Weise) ist ein Gremium der wissenschaftlichen Politikberatung. Der Sachverständigenrat wurde durch Gesetz im Jahre 1963 eingerichtet, um in regelmäßigen Abständen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland zu begutachten. Die Ergebnisse seiner Arbeit sollen für alle wirtschaftspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie für die Öffentlichkeit eine Erleichterung für deren Urteilsbildung sein. Der Sachverständigenrat ist in seinem Beratungsauftrag unabhängig.

Zahlungsbilanz

Gegenüberstellung sämtlicher Zahlungsforderungen und -verpflichtungen zwischen In- und Ausland für einen bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr); ermöglicht ein Urteil über die außenwirtschaftliche Situation. Die Zahlungsbilanz setzt sich aus den Werten der Leistungsbilanz (Handelsbilanz), der Kapitalbilanz (kurz- und langfristiger Kapitalverkehr) und den Übertragungen (Gegenbuchungen zu unentgeltlichen Güter- und Kapitalbewegungen) zusammen. Die Zahlungsbilanz ist aus buchhalterischen Gründen (doppelte Verbuchung jeder Transaktion) stets ausgeglichen.

Zinsabschlagsteuer

Die Zinsabschlagsteuer ist eine spezielle Form der Kapitalertragsteuer, die für alle Zinserträge oberhalb des individuellen Freibetrags erhoben wird. Sie gilt mit der Überschreitung der Freibeträge für alle in- und ausländischen Kapitalanleger, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben. Der Fiskus unterscheidet zwischen Zinsen aus verbrieften und nichtverbrieften Kapitalforderungen, für die ein Zinsabschlag von 30 Prozent erhoben wird und so genannten Schalter- oder Tafelgeschäften, für deren Zinserträge 35 Prozent fällig werden.

Thesaurus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Als Thesaurus bezeichnet man ein Modell, das versucht, ein Themengebiet genau zu beschreiben und zu repräsentieren. Es besteht aus einer systematisch geordneten Sammlung von Begriffen, die in thematischer Beziehung zueinander stehen. Der Thesaurus ist ein kontrolliertes Vokabular (Attributwertebereich) für das jeweils zu beschreibende Attribut. Es werden in erster Linie Synonyme, aber auch Ober- und Unterbegriffe verwaltet.

Werte und Wertewandel

Werte stellen Orientierungspunkte für das Handeln von Individuen, sozialen Gruppen und Organisationen dar. Eine anthropologische Begründung für die hohe Bedeutung der Werte ist in der mangelnden Instinktausrüstung des Menschen zu suchen, der als ein Mängelwesen aufgefasst wird. Er benötigt Leitlinien für sein Handeln, um im sozialen Kontext zu überleben. So sind Orientierungen wie Verantwortung, Ehrlichkeit, Mitmenschlichkeit, Familie, Selbstständigkeit, Freiheit, Gleichheit, Sparsamkeit oder auch Fleiß Werte, die durch die Sozialisation vermittelt werden.